Geschichte
Finnland wurde laut Geschichte im Hochmittelalter von Schweden erobert und christianisiert. 1155 kamen die ersten Missionare aus Schweden in Finnland an, und Finnland wurde in das schwedische Königreich eingegliedert. Nach verlorenem Krieg musste Schweden 1809 Finnland an Russland abtreten. Finnland wurde autonomes Großfürstentum, konstitutioneller Monarch war der Zar, repräsentiert durch einen Generalgouverneur.
Am 6. Dezember 1917 erklärte sich Finnland zum unabhängigen Staat. Ein bolschewistischer Aufstand wurde im Frühjahr 1918 von der nationalen Gegenbewegung unter General Mannerheim mit deutscher Hilfe (General Graf v. d. Goltz) niedergeworfen. 1919 wurde die bis heute geltende Verfassung angenommen, und Finnland konstituierte sich als Republik mit einem Präsidenten als Staatsoberhaupt.
1939 von der Sowjetunion angegriffen, verteidigte sich Finnland zäh gegen die russische Übermacht, musste aber im Frieden von Moskau (1940) Gebietsteile an die Sowjetunion abtreten. Seit 1941 nahm Finnland auf deutscher Seite am 2. Weltkrieg teil; 1944 folgten der Waffenstillstand und weitere Gebietsverluste an die Sowjetunion.
Finnland, das nach dem 2. Weltkrieg als einziges besiegtes Land unbesetzt blieb, konnte seine Unabhängigkeit auch gegenüber der sowjetischen Machtsphäre bewahren (durch den Friedensvertrag von Paris 1947; Beistandspakt mit der Sowjetunion 1948). Seit 1957 führten wirtschaftliche Schwierigkeiten zu wiederholten Regierungskrisen und Parteikrisen.
Finnland ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen, seit 1969 der OECD und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.