Landesnatur
Ein großer Teil von Finnland ist sanft gewellte Ebene mit uraltem Felsgrund und Wäldern, die sich als reizvoller Wechsel von Hügeln und Gewässern präsentiert. Im nördlichsten Teil von Finnland, Finnisch Lappland, prägen hohe, abgerundete Fjälls das Landschaftsbild von Finnland.
In Finnland gibt es keine großen Gebirge, jedoch im Norden des Landes so genannte Inselberge (Tunturis), die sich aus der flachen Landschaft erheben. Der Küste von Finnland vorgelagert befinden sich zahlreiche Inseln; Richtung Mittelschweden liegen die Aland-Inseln. Besonders eindrucksvoll ist die Schärenküste an der Ostsee im Westen von Finnland. Finnland ist reich an Wäldern, Seen und Sümpfen. Der längste Fluss in Finnland ist der Kemijoki. Die Seen in Finnland sind durch zahlreiche Flüsse, Flussengen und Kanäle untereinander verbunden, so dass man sie per Boot, vom Kanu bis zum altmodischen Dampfschiff, bereisen kann.
Von Juni bis August gehen die Finnen schwimmen und unternehmen Bootstouren. Viele größere Städte in Finnland sind durch ein Netz von Dampfschiffrouten miteinander verbunden, dadurch besteht die Möglichkeit, das Land auf gemächliche Weise zu bereisen. Im Winter verwandeln sich die zugefrorenen Seen in ein Paradies für Skifahrer und Schlittschuhläufer. Der Wald erstreckt sich über alle Teile des Landes mit Ausnahme der Höchstlagen im Norden Lapplands. Kiefern, Fichten und Birken sind die meist verbreiteten Bäume; im Südwesten sind vereinzelt Espen, Erlen und Ahornbäume zu finden. Finnland hat den höchsten Anteil an Naturschutzgebieten auf der Europakarte (8,2 %). Der Anteil der Waldschutzgebiete beläuft sich auf ca. 2,9 Millionen Hektar, dies entspricht 13 % des finnischen Waldgebiets.
Die bekannten Finnwale, eine Familie der Bartenwale, leben nicht nur in finnischen Gewässern, sondern in allen nördlichen Meeren.