Wetter
Das Wetter in Finnland wird durch die Ostsee, den Golfstrom und Kontinentalklima beeinflusst. Dadurch herrschen in Finnland sehr kalte Winter und vergleichsweise heiße Sommer. Von Süden nach Norden nehmen die Durchschnittstemperaturen und die Niederschläge deutlich ab. Der Temperaturunterschied ist in Finnland vor allem im Winter sehr ausgeprägt. Frühling und Herbst sind im Norden von Finnland sehr kurz.
Die mittlere Jahrestemperatur in Helsinki beträgt 5,3 Grad. An den wärmsten Tagen im Sommer kletterte das Thermometer in Südfinnland auch schon nahe an 30 Grad. In den Wintermonaten, besonders im Januar und Februar, sind Temperaturen um minus 20 Grad nichts Ungewöhnliches. Im hohen Norden, jenseits des Polarkreises, geht die Sonne im Sommer 73 Tage lang nicht unter. Das Gegenstück zur Mitternachtssonne ist im Winter die Polarnacht, auf Finnisch „Kaamos“, wenn die Sonne 51 Tage lang auch tagsüber hinter dem Horizont bleibt.
Für viele Urlauber in Finnland sind Juni und Juli die schönsten Monate, wenn es nachts nicht richtig dunkel wird und nördlich des Polarkreises die Sonne überhaupt nicht untergeht. In dieser Zeit sind die Niederschläge zwar am höchsten, liegen aber deutlich unter den mitteleuropäischen Werten. Zur Mittsommerzeit geht in Nordfinnland die Sonne mehrere Wochen lang nicht unter. Dies kann zu Schlafstörungen führen und verführt dazu, spät ins Bett zu gehen. Die wissenschaftliche Erklärung für Nordlichter ist das Zusammenspiel von Solarwind aus Solarstürmen und dem Magnetfeld der Erde.
Schnee herrscht in Finnisch Lappland von November bis April, im Süden hingegen wechselt der Zeitpunkt des Winterbeginns stark ab und sorgt von Dezember bis Anfang März für eine meist geschlossene Schneedecke.
Auf den Aland-Inseln ist es im Sommer kühler und im Winter milder als auf dem finnischen Festland. Die Inselgruppe gilt als sonnigste Region von Finnland.